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48. Deutscher Krankenhaustag vom 17. bis zum 20. November 2025 in Düsseldorf
„Neustart Krankenhauspolitik – Mut zur Veränderung“ – so lautet das Motto des 48. Deutschen Krankenhaustages, der vom 17. bis zum 20. November 2025 im Rahmen der Medica in Düsseldorf stattfindet.
Als zentrales Informations- und Diskussionsforum führt der Deutsche Krankenhaustag die verschiedenen im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen zusammen und bietet die Möglichkeit in gesundheitspolitischen und praxisorientierten Vorträgen über die spezifischen Herausforderungen der jeweiligen Bereiche zu debattieren. Die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK), erwartet an den vier Konferenztagen hochrangige Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik.
Top-Entscheider aus Politik, Selbstverwaltung und Krankenhauspraxis geben exklusive Einblicke und diskutieren, wie der kalte Strukturwandel beendet und die Herausforderungen der kommenden Jahre gelöst werden können. Zukunftsweisende Vorträge, spannende Diskussionsrunden, Networking und Vieles erwarten die Teilnehmer vor Ort in Düsseldorf.
Klinik-Manager und Vertreter der Gesundheitspolitik diskutieren über Digitalisierung, Finanzierung, Personal, Management, Organisation – und stellen die Weichen für die Zukunft der deutschen Krankenhauslandschaft.
Die Teilnahme von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann (CDU) im Rahmen der Auftaktveranstaltung unterstreicht die herausragende Bedeutung der Kliniken für die Gesundheitswirtschaft. Am 17. November können alle Interessierten ab 12.30 Uhr vor Ort in Düsseldorf oder per Livestream unter www.deutscher-krankenhaustag.de die Eröffnungsveranstaltung mit Gesundheitsministerin Warken und die anschließende Diskussionsrunde mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), Tina Rudolph, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie sowie Prof. Dr. Armin Grau, MdB (Bündnis90/Die Grünen) verfolgen.
Die Besucherinnen und Besucher des Deutschen Krankenhaustages können sich an den vier Kongresstagen auf spannende Debatten mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten aus Politik, Kliniken, Krankenkassen und Wissenschaft freuen. Der diesjährige Kongresspräsident Dr. Gerald Gaß, zugleich Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), wird die breite Themenpalette des Kongresses im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung vorstellen. Ein weiteres Highlight ist die Veranstaltung „Finanzierung im Krankenhaus“ am Montagnachmittag mit einem hochkarätigen Expertenforum für Information und Diskussion rund um die zukünftige Klinikvergütung.
Am zweiten Veranstaltungstag des 48. Deutschen Krankenhaustags, Dienstag, 18. November 2025, rückt die Resilienz des Krankenhauswesens in Krisenzeiten in den Mittelpunkt. Unter dem thematischen Dach „Entbürokratisierung“ und „Sind die Kliniken für die Krisenbewältigung bereit?“ versammelt die Veranstaltung namhafte Fachleute aus Medizin, Berufsverbänden und Krankenhausverwaltung in Düsseldorf, um zentrale Zukunftsfragen der stationären Versorgung zu diskutieren.
Den Auftakt des Tages bildet eine von PD Dr. Michael A. Weber, Präsident des Verbands leitender Krankenhausärztinnen und -ärzte (VLK), moderierte Talkrunde mit Impulsvorträgen zu vier zentralen Themenkomplexen. Zum Thema künstliche Intelligenz im Krankenhaus spricht PD Dr. Peter Bobbert, Internist und Vorstandsmitglied des Marburger Bundes, über die ärztliche Perspektive auf KI in der klinischen Praxis. Ergänzt wird er von Florian Schwieker, Chief Partnership Officer beim dänischen Healthtech-Unternehmen Corti, der als Experte für den Einsatz von KI im Gesundheitswesen internationale Erfahrungen einbringt.
Im Anschluss widmet sich das Forum dem Bereich ärztliche Weiterbildung. Dr. Sonja Mathes, Vorsitzende des Sprecherrats für Ärzte in Weiterbildung beim Marburger Bund, und Dr. Johannes Albert Gehle, Anästhesiologe und Vorstandsmitglied des Marburger Bundes, stellen dabei konkrete Reformvorschläge zur Stärkung der ärztlichen Qualifikation vor.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Thema Personalbemessung in Kliniken. Hierzu diskutieren Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, und Prof. Dr. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, die Notwendigkeit verlässlicher und transparenter Personalstandards.
Abgeschlossen wird die Vormittagsrunde mit dem Themenkomplex Entbürokratisierung, bei dem Carola Engler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bund, Vorschläge für den Abbau administrativer Hürden im Krankenhausalltag präsentiert.
Am Nachmittag folgt ein umfangreiches Fachforum mit dem Titel „Sind die Kliniken für die Krisenbewältigung bereit?“. In der thematischen Einführung stellt Andreas Tyzak, Pressesprecher des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) und kaufmännischer Direktor am Klinikum Gütersloh, den Zusammenhang zwischen struktureller Klinikorganisation und Krisenresilienz vor. Das Eröffnungsstatement liefert Dirk Köcher, Präsident des VKD und kaufmännischer Direktor des Städtischen Klinikums Dresden.
Im weiteren Verlauf beleuchtet Dr. Tilmann Dittrich, Rechtsanwalt der Kanzlei Wessing & Partner in Düsseldorf, in seinem Vortrag den rechtlichen Rahmen eines „juristischen Resilienz-Plans“ für Krankenhäuser. Dr. Karl-Heinz Fuchs, Dezernent für Gesundheits- und Bevölkerungsschutz des Kreises Steinfurt, zeigt in seinem Beitrag, wo Anspruch und Wirklichkeit im Krisenmanagement kommunaler Einrichtungen auseinanderklaffen.
Den sicherheitspolitischen Aspekt greift Generalarzt Dr. Michael Zallet auf, Kommandeur für Klinische Versorgung im Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr in Koblenz. Er beleuchtet die Anforderungen, die im Rahmen eines möglichen Bündnisfalls auf deutsche Kliniken zukommen könnten. Ergänzend referiert Dr. Martin C. Wolff, Geschäftsführer der Kritis & Cyber-Beratungsgesellschaft in Berlin, über den Ernstfall Cyberangriff – und was Kliniken im Akutfall konkret unternehmen müssen.
Den Abschluss des Tages bildet eine Podiumsdiskussion mit Andreas Tyzak und weiteren Expertinnen und Experten, in der die verschiedenen Perspektiven auf Krankenhausresilienz zusammengeführt und in einen gesamtstrategischen Kontext gestellt werden.
Der Krankenhaustag dient einmal mehr auch als Plattform für einen Erfahrungsaustausch und Diskussionen rund um die Pflege im Krankenhaus.
Neue Wege in der Pflege
Am dritten Tag des 48. Deutschen Krankenhaustags, Mittwoch, 19. November 2025, steht die Pflege im Fokus. Unter dem Motto „Neustart Krankenhauspolitik – Mut zur Veränderung für neue Wege in der Pflege“ diskutieren namhafte Expertinnen und Experten die dringenden Herausforderungen und notwendigen Reformen im Pflegebereich der deutschen Kliniken.
Dr. Sabine Berninger, Vorsitzende des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe Südost und stellv. Vorsitzende des Bayerischen Landespflegerats und die Präsidentin der Pflegekammer NRW Sandra Postel eröffnen den Tag. Im Anschluss folgt eine Reihe von Fachvorträgen, die wichtige Themen der Pflegepolitik und deren praktische Umsetzung aufgreifen.
Im Folgenden referieren u.a. Leah Dörr, Vorstandsmitglied der Pflegekammer NRW, Eduard Klukas von der Universität Bielefeld, Barbara Steffens von der Techniker-Krankenkasse NRW und Dr. Dr. Peter-Johann May, Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen.
Am Nachmittag geht es in einem Panel um die sektorenübergreifende Versorgung. Beitragen werden Kristina Engelen aus dem Vorstand der Pflegekammer NRW und selbst Pflegefachperson, Lina Gürtler vom DBfK-Bundesvorstand, Thomas Meißner, Vorstand Anbieterverband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen, Heike Hoffer, Leitung Projektgruppe „Zukunftspakt Pflege“ im Bundesgesundheitsministerium und Ulrike Döring, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeverbände. Prof. Frank Weidner, Pflegewissenschaftler an der Universität Koblenz hält einen Vortrag über Aufgaben in der Pflege.
Mit dem dritten Veranstaltungstag wird ein wichtiger Beitrag zur Debatte um die Zukunft der Pflege im Krankenhaus geleistet. Ziel ist es, konkrete Wege aufzuzeigen, wie Pflegeberufe gestärkt, die Arbeitsbedingungen verbessert und die Versorgungsqualität langfristig gesichert werden können.
Potenziale für zukünftige Kooperationen im Gesundheitswesen zwischen Deutschland und China
Der internationale Kongresstag am vierten und letzten Tag widmet sich der Rolle der deutschen und chinesischen Krankenhäuser im Vergleich.
Die Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Health Care Management (DCG-Health GmbH) organisiert in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft e.V., der Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH und der Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsvereinigung e. V. den 2. Deutsch-Chinesischen Krankenhaustag im Rahmen des 48. Deutschen Krankenhaustags während der Medica in Düsseldorf.
Hochkarätige Expertinnen und Experten aus beiden Ländern zeigen die Potenziale für zukünftige Kooperationen im Gesundheitswesen zwischen Deutschland und China auf und diskutieren Themen wie „KI und Digitalisierung in chinesischen Krankenhäusern“ oder „Krankenhausbau und Notfallarchitektur in China – Relevanz für deutsche Krankenhäuser“.
Ferner stellen die Teilnehmer der Delegationsreise „Experience Chinese Medicine“, die kurz vor dem Deutschen Krankenhaustag liegt, und des Projektes für Integrative Medizin zur Primärprävention an sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen (iSÜVs) Eindrücke und Ergebnisse ihrer Reise vor. Mit dabei sind u.a. Prof. Georg Seifert, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin – Charité, Jonas Vasmer, integrativer chinesischer Therapeut – Kliniken Essen Mitte, Vertreter des Guangdong Provincial Hospital Guangzhou, Michael Draheim,Tatjana Dunkel und Dr. Lukas Illini von der DCG-Health GmbH.
Detaillierte Informationen zum Kongressprogramm und weitere Informationen stehen unter www.deutscher-krankenhaustag.de. Tickets zum kostenlosen Besuch des Deutschen Krankenhaustages sind unter eveeno.com/deutscher-krankenhaustag erhältlich.