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Female Leaders Tour 2026


Die Waldkliniken Eisenberg. Foto: HDR-Architekten

 Was passiert, wenn Frauen aus Medizin, Pflege, Forschung, Digitalisierung und Gesundheitsmanagement zusammenkommen, um das Gesundheitssystem neu zu denken? Dieser Frage gingen einige weibliche Führungspersönlichkeiten gemeinsam nach bei der „Female Leaders Tour 2026: Wie Kultur und Leadership das Gesundheitswesen prägen“. Das Netzwerk von Frauen in Führungspositionen im Gesundheitswesen traf sich in den Waldkliniken Thüringen zum Austausch und Networking. 

Das Gesundheitswesen in Deutschland ist stark weiblich geprägt, mit einem Anteil von über 75 % Frauen an den insgesamt ca. 6,2 Millionen Beschäftigten. In Führungspositionen sind sie immer noch deutlich unterrepräsentiert. Während Frauen in der Pflege (rund 82 %) und in Gesundheitsämtern (82 %) dominieren, ist ihr Anteil in Führungspositionen mit 29 % deutlich geringer und in Top-Positionen (beispielsweise Klinikdirektorinnen) mit nur 13 bis 17 % sehr niedrig.

Im Rahmen der von der gematik initiierten Female Leaders Tour trafen sich am 12. März und 13. März Entscheiderinnen aus Kliniken und Verbänden, um sich auszutauschen und um sich inspirieren zu lassen in einer Klinik, die hohe Ansprüche an sich selbst stellt, und die mutige und unkonventionelle Managementkonzepte zum Wohle der Patientinnen und Patienten, aber auch der Mitarbeitenden angeht und umsetzt: Die Tour führte zu den Waldkliniken Eisenberg in Thüringen. Die Waldkliniken sind eine Fachklinik für Orthopädie und gleichzeitig ein Haus der Grund- und Regelversorgung.

Das Ziel des Treffens: voneinander lernen, Perspektiven teilen und wertvolle Denkanstöße, wie wir gemeinsam die Versorgung für alle verbessern können – digital, menschlich und nachhaltig. Hinter dem Netzwerk steht nicht zuletzt das Ziel, mehr Frauen in Führung zu bringen und als Persönlichkeiten in der Branche sichtbar zu machen. Das scheint noch immer notwendig, denn sogar in den Waldkliniken Eisenberg sind die leitenden Ärzte der Orthopädie ausnahmslos Männer – was von den Teilnehmerinnen, unter Ihnen auch eine Orthopädin, mit Humor zur Kenntnis genommen wurde. 

In den Waldkliniken Eisenberg ist das Außergewöhnliche Programm: Neue Konzepte und Ideen, unkonventionelle Strategien sind hier gefragt. Der patientenzentrierte und moderne Klinikansatz bot einen anregenden Rahmen für Inspiration und Austausch. Nicht nur die luxuriöse Ausstattung der Klinik, die innovativen Konzepte in Pflege und Gastlichkeit, inspirierte die Diskussionen über die Möglichkeiten und die Grenzen moderner Krankenhausbetriebe. 

Allein die Architektur des runden Gebäudes, das sich harmonisch in die waldreiche, parkähnliche Landschaft im Saale-Holzland-Kreis einfügt ist beeindruckend. Im September 2020 wurde das vom italienischen Architekten Matteo Thun entworfene Bettenhaus eingeweiht, im Mai 2022 eine Synagoge. Das Krankenhaus bietet als erste Klinik Europas auch eine Versorgung entsprechend jüdischer Glaubensregeln an. Ein Rabbiner aus Berlin schaut regelmäßig vorbei. 

Auch die Erläuterungen und Diskussionen etwa zum New Work Konzept, das die Waldkliniken Eisenberg umsetzen und das von Personalleiterin Sylvia Orlamünder in einem „Deep Dive“ vorstellt wurde, boten viel Raum für Fragen, Diskussionen und Anregungen zu einer neuen Kultur der Krankenhausführung. Mit dem New Work-Konzept will das Klinikmanagement in Eisenberg dem strukturellen Wandel in Gesundheitswesen und Arbeitswelt begegnen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, selbstbestimmt und sinnerfüllt zu arbeiten. „Zurück zur Berufung“ ist das Motto von Geschäftsführer David-Ruben Thies

Den Patienten werde eine herausragende medizinische Qualität geboten – in einem angenehmen Ambiente, das kaum mehr an ein Krankenhaus erinnert. Sie sollen sich bei uns, in einem kommunalen Krankenhaus, so wohl fühlen wie in einem Sterne-Hotel. Für den gehobenen Anspruch stehen im Premium-Bereich erlesene, wohltemperierte Weine, sogar Zigarren aus dem Humidor zur Verfügung. Eine Concierge Service ist stets bereit, sich um individuelle Wünsche der Gäste und Patienten zu kümmern.  

Tatsächlich dokumentiert am Eingang ein Messingschild mit fünf Sternen, verliehen vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dass es sich auch nach den Maßstäben des Gastgewerbes um ein Haus der Spitzenklasse handelt. 

Die Teilnehmerinnen der Female Leaders Tour sehen sich nach zwei Tagen Austausch motiviert und gestärkt, neues einzubringen, den Status Quo zu hinterfragen, Innovationen zuzulassen und zu fördern - „Es jeden Tag noch ein bisschen besser zu machen.“ krü  

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